BIEST
SQUAREWEAR

Josef Albers antwortet auf die Frage, ob Malevich und Mondrian nicht schon alles mit dem Quadrat Sagbare gesagt hätten: „Nein. Mondrian hat niemals ein richtiges, ein präzises Quadrat gemalt. Und Malevitsch hat es nur selten mathematisch gezeigt. Ich glaube, prinzipiell gibt es keine endgültige Lösung in visueller Formulierung. Jede Form verlangt wiederholte ‚Performance’.“

Auch die neue Quadratserie von BIEST strapaziert den Gedanken der Gegenstandslosigkeit und den der Performance. Eine Gegenstandlosigkeit nämlich, die mit der Befüllung durch den Träger, wiederum Körper, Objekt, Gegenstand wird. Worin sonst könnte auch sein Gehalt, seine Gestalt liegen? Überraschend konturierend zudem. Es bedarf immer eines Raums für die Wiedergabe, den Widerhall, die Resonanz: Der weiße Grund bei Malevich, der Rahmen zum Bild, die Grenze zur anderen Farbe, Kontur, Bedeutung. Es wäre zu einfach, imNichts immer nur das immanente Ganze zu sehen. Bei BIEST treffen hier der Platonische Körper (also Körper mit größtmöglicher Symmetrie) und unsere Körper (also Körper, die erst menschlich, weil asymmetrisch sind) in wiederholter Performance zusammen. Wenn Symmetrie das ästhetische Empfinden von Schönheit/Wahrheit befördert; gewinnen wir?

 

Foto: Palma Llopis

HOW BEAUTIFUL YOU ARE

Ausstellung: KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst, Berlin 2020

Performance: Forum Kyoto, Japan 2018

Austellung: BLEND Inn, Osaka, Japan 2018

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